Aber wenn die Unaufrichtigkeit als einfacher Entwurf möglich ist, so eben deshalb, weil es keinen so scharfen Unterschied zwischen sein und nicht sein gibt, sobald es sich um mein Sein handelt.
hat einfach diese doppelte Aktivität von Abweisung und Anziehung auf der Ebene der Zensur lokalisiert.
So ersetzt die Psychoanalyse den Begriff der Unaufrichtigkeit durch die Vorstellung von einer Lüge ohne Lügner, ...
Es bedarf einer primären Intention und eines Unaufrichtigkeitsentwurfs; dieser Entwurf impliziert ein Verständnis der Unaufrichtigkeit als solcher und ein präreflexives Erfassen (von) dem Bewußtsein, daß es sich in Unaufrichtigkeit verwirklicht. Daraus folgt zunächst, daß der, den man belügt, und der, der lügt, ein und dieselbe Person sind, was bedeutet, daß ich als Täuschender die Wahrheit kennen muß, die mir als Getäuschtem verborgen ist. Mehr noch, ich muß diese Wahrheit sehr genau kennen, um sie sorgfältiger vor mir verstecken zu können –
Denn wenn man der Gegenwart als «Anwesenheit bei der Welt» ein Privileg verleiht, versetzt man sich zur Erörterung des Problems der Vergangenheit in die Perspektive des inner-weltlichen Seins.
Das Wesen der Lüge impliziert ja, daß der Lügner über die Wahrheit, die er entstellt, vollständig im Bilde ist.
Es gibt sogar Menschen (Wächter, Aufseher, Gefängniswärter usw.), deren soziale Realität allein die des Nein ist, ...
Wenn ich in dieses Café eintrete, um dort Pierre zu suchen, bildet sich eine synthetische Organisation aller Gegenstände des Cafés als Hintergrund, auf dem Pierre gegeben ist als der, der erscheinen soll.
Somit ist es der Mensch, der die Städte zerstörbar macht, gerade weil er sie als zerbrechlich und als wertvoll setzt und weil er für sie eine Gesamtheit von Schutzmaßnahmen ergreift.
Wenn man also um jeden Preis will, daß das Sein des Phänomens vom Bewußtsein abhängt, muß sich das Objekt nicht durch seine Anwesenheit von dem Bewußtsein unterscheiden, sondern durch seine Abwesenheit, nicht durch seine Fülle, sondern durch sein Nichts.
Bewußtsein von etwas sein heißt einer konkreten und vollen Anwesenheit gegenüberstehen, die nicht das Bewußtsein ist.
Insofern also das Erkannte nicht in der Erkenntnis aufgehen kann, muß man ihm ein Sein zuerkennen.
So verwiese das percipi auf das percipiens – das Erkannte auf die Erkenntnis und diese auf das erkennende Sein, insofern es ist, nicht insofern es erkannt ist, das heißt auf das Bewußtsein.
Was es ist, ist es absolut, denn es enthüllt sich, wie es ist.